Modernste Stalltechnik für Familie Schlatzer vlg. Veitbauer

Vom Anbindestall zum Laufstall.
Die Geschichte eines Stallneubaues unter Zeitdruck und seine Herausforderungen.


 

Von der Aufgabenstellung über die Beratung bis hin zum fertigen Plan

“Durch die Weiterempfehlungen anderer landwirtschaftlicher Betriebe, die bereits mit Agrartechnik Schilling sehr gut zusammen arbeiten, wurden wir auf diese Firma aufmerksam“, so der Bauherr Schlatzer.

Um eine artgerechte Rinderhaltung zu gewährleisten und die tägliche Arbeit zu erleichtern, möchte Familie Schlatzer auf ein neues System für Mutterkühe umstellen, und zwar vom Anbinde- zum Laufstall. Diese Stallungen sollen geplant und umgesetzt werden, da die alten Gebäude den Bedürfnissen von Tier und Mensch nicht mehr gerecht werden.

Unter dem Motto „live ist live“ besichtigte Herr Schilling gemeinsam mit dem Kunden verschiedene Stallungssysteme, welche bereits von der Firma erfolgreich umgesetzt wurden. Das Ergebnis war ein  konkretes Anforderungsprofil für einen Neubau des landwirtschaftlichen Betriebes der Familie Schlatzer. Grundrisse mit möglichen Varianten wurden angefertigt, die alle Einrichtungen einer Aufstallung wie Liegeboxen, Fressgitter und Entmistung, usw. beinhalten. Im Zuge dessen wurden neue Ideen gemeinsam besprochen und auch der Aspekt der Aufstockung bzw. eine Erweiterung der Gebäude war für die Familie Schlatzer wichtig und musste unbedingt in der Planung berücksichtigt werden.

Bei diesem Bauprojekt arbeitete die Fa. Agrartechnik Schilling nicht nur in der Planungsphase mit starken Partnern zusammen. Mit ihrem fachmännischen Wissen waren die Firma Wolf (Aufbau der Konstruktion, sowie Statik und Lichtplanung) und die Firma Hermann Steirer (Beton-Bauten, Berechnung der Statik im Beton) schon von Beginn an im Projekt involviert.

Der Neubau: Herausforderungen und außergewöhnliche Leistungen

Ein Neubau von Rinderstallungen ist nie ein Einzelprojekt. Viele Partner sind hier wichtig, damit die Umsetzung im gewünschten Zeitraum erfolgen kann. Die Firma Agrartechnik Schilling übernahm Planung und Ausstattung; die Firma Wolf Systembau wurde mit Aufbau, Konstruktion und Zimmereiarbeiten beauftragt; die Betonarbeiten führte die Firma Hermann Steirer aus; die Erdarbeiten erledigte die Firma Bäck & Schlatzer; die Güllegrube wurde von der Firma Max Lochboden umgesetzt.

Die Herausforderung dieses umfangreichen Projektes lag im ständigen Zeitdruck: Durch den Abriss des alten Gebäudes stand kein Stall mehr für den kommenden Herbst und Winter zur Verfügung, wenn die Tiere wieder in die Stallungen zurückkehren müssen. Eine genaue Termineinhaltung war somit Grundvoraussetzung für das Gelingen des Projektes. Die Leistungen der einzelnen Firmen mussten genau koordiniert werden, wobei die Abstimmung der einzelnen Bauabschnitte von Familie Schlatzer selbst erfolgte. Dadurch, dass die zeitliche Komponente sehr knapp bemessen war, wurden gewisse Teile im Vorfeld produziert und direkt vor Ort dann fertig montiert. Schließlich konnten die Rinder zeitgerecht im Herbst ihre „neues Zuhause“ beziehen.

1 Jahr danach: Der Erfahrungsbericht von Familie Schlatzer

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase nahmen die Tiere das neue System innerhalb weniger Tage sehr gut an und benutzten von da an die komfortablen Liegeboxen als Schlafplatz. Gleichzeitig ist es empfehlenswert, alle Tiere in einem Laufstall zu enthornen. Dies ist nicht nur bei den Fressgittern von Vorteil, sondern auch der Gefahr von Rangkämpfen wird so entgegengewirkt.

Durch den Neubau wurde auch die tägliche Arbeit erleichtert, denn die großzügigeren Platzverhältnisse ermöglichen jetzt den Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen. Der zeitliche Aufwand bei 24 Kühen und 20 Kälbern beträgt ca. 45 Minuten. In dieser Zeit wird die Silage gerichtet, eingefüttert und eingestreut. Mit dieser Vorbereitung kommt man ca. 3 bis 4 Tage aus. Und ohne Vorbereitungsarbeiten ist die tägliche Arbeit in 15 Minuten geschehen. Durch die neuen Boxen reichen jetzt 6 m³ Sägespäne sowie 6 bis 8 gemahlene Strohballen für ein halbes Jahr aus.

Die Tiere genießen eine neue Bewegungsfreiheit und obwohl sich der zeitliche Aufwand der Stallarbeit drastisch reduziert hat, nimmt sich Familie Schlatzer Zeit für ihre Tiere. Die Bindung zu den Tieren ist nach wie vor sehr wichtig und die Basis für eine erfolgreiche Zucht.

Die Erfahrungen beim Umsetzen des Projektes haben gezeigt, dass ein rechtzeitiger Beginn bzw. eine längere Vorlaufzeit bei der Planung nicht nur Geld spart, sondern auch genügend Reserven für den Abschluss des Baus mit sich bringt.

Firma Agrartechnik Schilling - Ihr kompetenter und professioneller Partner

„Durch die persönliche und kompetente Art von Hrn. Schilling fühlte ich mich von Beginn an beim Umsetzen unseres Vorhabens gut verstanden und gut aufgehoben. Durch die verschiedenen Besichtigungen von anderen Stallungen konnte ich Ideen sammeln und mir so mein eigenes Projekt maßschneidern.

Dabei stand mir das Team der Firma Schilling stets mit Rat und Tat zur Seite und unterstützte mich mit konstruktiven Anregungen und Vorschlägen, die für mich als landwirtschaftlicher Unternehmer auch leistbar waren.

Im Nachhinein betrachtet bin ich mit der Betreuung und dem Service der Firma Agrartechnik Schilling sehr zufrieden und kann sie als Partner für Neu- und Umbauten von Stallungssystemen wärmstens empfehlen.

Gleichzeitig bemerken wir auch, dass sich unsere Rinder in ihrem neuen Zuhause sehr wohl fühlen, was für uns neben der Erleichterung der täglichen Arbeit ein wesentlicher Aspekt für den Umbau war“, so die erfreulichen Aussagen von Hrn. Schlatzer.

 

 

 

Technische Details des Stallneubaues

  • Stallgebäude: 33 m x 17 m
  • Geschlossenes Stallsystem - ohne Isolierungen
  • Aufbau aus einer Holz-Eisen-Konstruktion
  • 24 x Tief-Liegeboxen für Kühe sowie zwei Abkalbe-Boxen
  • 8 x Kälberschlupf
  • 42 x Sicherheitsfressgitter für (34) Kühe und (8) Kälber
  • 4 m breiter, befahrbarer Futtertisch
  • 3 beheizbare Tränkebecken des Modells 46 sowie
  • 2 beheizbare Tränkewannen mit 100 cm Länge
  • 2 Schieber-Entmistungen mit einer Länge von 33 m und einer Breite von 2,5 m und 3,5 m
  • 2 LED-Scheinwerfer mit 250 Watt und 8 Neonröhren
  • 2 Sektional-Tore (Maße 4,0 m x 3,8 m)
  • 106 m² Heulagerraum
  • Pultdach mit elektrisch öffnendem Lichtfirst
  • Eigener Technikraum für Wasser und Strom

Fotobericht